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· nexas105

Zum ersten Mal im Swingerclub

Bar vorn, Spielwiesen hinten, und keiner erwartet, dass du in den ersten zehn Minuten nackt auf der Matratze liegst. Was du anziehst, wie der Abend abläuft, wann Zuschauen erwünscht ist und welche Regel alle anderen schlägt.

Was dich erwartet

Ein Swingerclub ist kein Bordell und keine Orgie, in die du stolperst. Es ist eine Bar mit Spielwiesen dahinter: Man kommt an, trinkt, guckt, redet, und wer Lust hat, geht mit anderen nach hinten und fickt. Wer nur zuschauen will, schaut zu. Wer nur mit dem eigenen Partner will, fickt eben nur den, gern vor Publikum.

Das Wort Swinger und was dazugehört steht im Lexikon unter Swinger.


Den richtigen Abend finden

Clubs haben Mottoabende: Paarabend, Gangbang, Fetisch, Dessous, Gemischt. Für das erste Mal ist ein normaler Paar- oder gemischter Abend am entspanntesten. In den Terminen siehst du, wo in deiner Nähe was läuft, und auf der Seite der Veranstalter die Hausregeln, Preise und den Dresscode.

Als Single-Mann kommst du an vielen Abenden nur bestimmte Tage rein und zahlst mehr. Als Paar und als Single-Frau bist du fast überall willkommen.


Anziehen

Fast überall gilt: Bis zur Umkleide normale Kleidung, danach Dessous, Unterwäsche oder ein Handtuch. Frauen in Dessous, Strapsen, einem Netzkleid; Männer in enger Unterhose oder Shorts. Keine Socken zur Unterhose, bitte. Badelatschen mitbringen. Was der Club genau will, steht beim Dresscode, mehr dazu im Lexikon unter Dresscode.


Ankommen

An der Bar, in Unterwäsche

Erst duschen, umziehen, dann an die Bar. Bestell was, setz dich, schau dich um. Die meisten sind nett und reden gern mit Neuen; sag ruhig, dass es dein erstes Mal ist. Keiner erwartet, dass du in den ersten zehn Minuten auf der Spielwiese liegst.

Wellness gehört oft dazu: Sauna, Whirlpool, Dusche. Gut zum Lockerwerden, und nackte Haut im warmen Wasser bricht das Eis schneller als jeder Smalltalk.

Im Whirlpool

Die Spielwiesen

Hinten gibt es große Matratzenflächen, kleine Zimmer mit Tür, Zimmer mit Fenster und manchmal einen Andreaskreuz-Raum. Offene Tür heißt: Zuschauen erwünscht, vielleicht auch Mitmachen. Geschlossene Tür heißt: Bleib draußen.

Durch die offene Tür zuschauen

Zuschauen ist das Normalste der Welt im Club. Viele Paare kommen genau deswegen: Sie ficken nur miteinander, aber vor Publikum. Und viele, die zuschauen, werden davon so geil, dass sie danach selbst loslegen.


Die eine Regel, die alle anderen schlägt

Nein heißt nein, und ohne Ja passiert nichts. Du fasst niemanden an, ohne zu fragen, auch nicht, wenn sie gerade nackt neben dir gefickt wird. Eine Hand, die weggeschoben wird, ist ein Nein. Ein Kopfschütteln ist ein Nein. Wer das ignoriert, fliegt raus, und das zu Recht.

Fragen geht leise und direkt: „Darf ich mitmachen?" · „Darf ich dich anfassen?" Ein Lächeln und Platz machen ist ein Ja, ein Kopfschütteln ist es nicht. Mehr dazu in Warum „nein" das wichtigste Wort der Szene ist.


Was sonst gilt

  • Kondome liegen überall, und sie werden benutzt. Jeder Wechsel, neues Gummi.
  • Handys bleiben im Spind. Fotos sind tabu, überall.
  • Sauber hinterlassen. Tücher und Gummis in die Eimer, nicht aufs Laken.
  • Als Paar: vorher absprechen, was jeder darf, und ein Zeichen ausmachen für „Ich will hier weg". Der Partner geht vor jedem Fremden.

Danach

Duschen, anziehen, an der Bar noch etwas trinken. Wer jemanden nett fand, fragt nach dem Profil und schreibt sich später im Postfach. Und als Paar: auf der Heimfahrt reden, was geil war und was nicht.

Beim zweiten Mal ist alles halb so aufregend, und doppelt so geil.

Zum ersten Mal im Swingerclub